| |
Jetzt geht's ans Eingekochte!
| |
|
 |
Marmelade einkochen - das hört sich zwar
kompliziert an, ist aber in Wirklichkeit ein Kinderspiel. Früchte, Zucker, ein Topf und ein Kochlöffel - und schon geht's los ... |
Schon unsere Groß- und Urgroßmütter wussten, wie man die reifen
Früchtchen zu behandeln hatte, damit man auch in der kalten Jahreszeit nicht
auf den süßen Geschmack des Sommers verzichten musste. Wichtigste Zutat
neben dem Obst: Zucker. Und das nicht zu wenig. Zucker bindet nämlich das
Wasser in den Lebensmitteln und verhindert so ein Eindringen von Bakterien -
die Marmelade wird konserviert. Früchte und Zucker wurden so lange gekocht,
bis das Gemisch die richtige Konsistenz hatte (also geliert ist) und
anschließend - noch heiß - in Gläser gefüllt, hübsch beschriftet und in die
Vorratskammer gestellt.
Einkochen heute. Im Prinzip hat sich heute daran wenig geändert -
außer dass wir auf zu viel Zucker im Marmeladetöpfchen lieber verzichten
wollen und dass uns praktische Gelierhilfen (z.B. in Form von Gelierzucker,
Pektin, Agar-Agar) zur Verfügung stehen, die ein überlanges Kochen der
Früchte, das mitunter einen Qualitätsverlust zur Folge hat, verhindern.
Gut zu wissen
Wie schon eingangs erwähnt: Um als Marmeladeköchin oder als Marmeladekoch
erfolgreich zu sein, muss man keine Koch-Lehre absolviert haben. Dennoch
gilt es, ein paar Regeln zu beachten:
Verwenden Sie nur Früchte, die gut gereift sind und keine Beschädigungen oder Fäulnisstellen aufweisen.
Ideal sind frische Früchte, die den vollen Geschmack mit ins Marmeladeglas
nehmen.
Einige Utensilien sind
nützlich: Beispielsweise eine gute Haushaltswaage, da das Marmeladegut
ohne Kern oder Blätter gewogen werden sollte. Schälmesser, Entkerner und
Pürierstab sind auch sehr hilfreich. Weiters ein großer (sauberer!)
Kochlöffel (am besten aus Holz) zum Umrühren und eventuell ein Schaumlöffel,
mit dem man den Schaum, der beim Kochen entsteht, bequem abschöpfen kann.
Ein Suppenschöpfer, mit dem man die fertige Marmelade in die Gläser umfüllen
kann, sollte auch zur Hand sein. Bedenken Sie auch, dass Sie einen großen
Topf benötigen (sehr gut geeignet sind Edelstahltöpfe mit dickem Boden oder
Emailtöpfe, die nichts so leicht anbrennen lassen). Die Anschaffung eines
Einkochtopfes ist dann zu überlegen, wenn Sie größere Mengen an Marmelade
produzieren wollen.
Sauberkeit muss oberstes
Gebot beim Marmeladeeinkochen sein. In verschmutzten Gefäßen siedeln
sich Bakterien an, die die Marmelade verderben lassen. Wichtig ist es daher,
die Marmeladegläser und die Deckel vorher heiß auszuspülen (geht auch im
Geschirrspüler) und anschließend zu sterilisieren (in einem großen Topf mit
Wasser 10 Minuten kochen lassen). Und wer ganz auf Nummer sicher gehen
möchte, der kann die Deckel noch mit Schnaps anfüllen und kurz vor dem
Verschließen anzünden.
Marmeladekochen geht nicht so
nebenbei haben Sie Geduld, rühren Sie immer wieder um, damit die
Früchte den Zucker gut aufnehmen können. Machen Sie die Gelierprobe, indem
Sie einen Klacks Marmelade auf einen kalten Teller geben und stellen Sie
diesen kurz in den Kühlschrank. Ist die Marmelade zu flüssig, dann noch ein
bisschen Geliermittel (Pektin) dazugeben, ist sie zu fest, dann kann man die
Marmelade mit Wasser verdünnen.
Bevor Sie die heiße Marmelade
in die Gläser füllen (bis zum Rand), diese nochmals heiß ausspülen,
stellen Sie außerdem die Gläser auf ein feuchtes Tuch. Sie verhindern so ein
Springen der Gefäße.
Lagern Sie Ihre Marmelade
kühl und möglichst dunkel bzw. ohne direkte Sonneneinstrahlung. Ihr
Eingekochtes ist somit mindestens ein Jahr haltbar. Vergessen Sie auch
nicht, die Marmeladegläser zu beschriften (Einkochdatum, Fruchtsorte ...),
es gibt im Handel hübsche Etiketten, die dafür sehr gut geeignet sind.
Marmelade Rezepte: Jetzt sind Sie dran: Küchengeist Dagobert ist auch ein ganz ein
Süßer, der in seinem Fundus viele, viele köstliche Einkochrezepte auf Lager
hat. Einige der beliebtesten Rezepte haben wir für Sie herausgesucht. Gutes
Gelingen!
|